In der Zeit vom 26.12.2009 bis 30.12.2009 spielte das U 14w Team des TuRa Harksheide Norderstedt bei der Deutschen- Vereinsmeisterschaft mit und konnte sich am Ende über die VIZE- Meisterschaft freuen.

DVM- WEB mit Berichten/Ergebnissen/Fotos

Für TuRa spielten:

Annika Polert

5,0

Luise Diederichs

5,5

Jasmin Zimmermann

4,0

Jana Klich

6,0







Hier ein DVM- Bericht der Mädchen:

Bericht der Mädchen, DVM 2009 u14w Neumünster

Wie schon vor zwei Jahren gibt es dieses Jahr einen Bericht über die Zeit in Neumünster. Wir hoffen er gefällt euch und gibt euch einen guten Einblick in unser Zusammenleben. Das war wie man erkennen wird sehr lustig und interessant...

Tag 1, Anreise

Mit weihnachtlichen Begrüßungen und stürmischem Empfang startete der erste Tag. Der Organisator Eberhard (50, graue Haare), begrüßte uns jedoch nur kurz. Schließlich hatte er viel zu tun. Doch uns allen fiel auf, dass er beim Frisör war. Aber, wir mussten uns die Zeit ja irgendwie vertreiben. Denn wir konnten nicht den ganzen Abend mit Abendbrotessen verbringen. Und Eberhards Frisur wurde auch irgendwann langweilig. Die erste Idee war Ballspielen, doch nach einer Ermahnung der Jugendherberge, fiel diese Option auch gleich weg. Schach!? Die nächste Idee. Jedoch können wir dieses tolle Brettspiel  nicht ohne Brett und Figuren spielen ... Also gingen Jasmin und Annika Bretter, Figuren und Uhren holen. Als die Spielutensilien dann da waren, ging es los. "Tandem" war die erste Beschäftigung. Gut, dass Alexander uns nicht sah... Leider musste Jasmin uns für eine lange, traurige Stunde verlassen - sie musste zur Trainer-/Betreuerbesprechung,!  wo sie das einzige Mädchen war! Dieses hatte sie dem 50-jährigen Eberhard zu verdanken. Aber so konnte sie uns immerhin mit den aufschlussreichen und "informativen" Informationen beglücken. Währenddessen gingen die ersten Partien "Aktiv-Schach" los. Aber nachdem Jana und Annika sogar aufs Klo rennen mussten, war der Spaß vorbei. Mit "PKW-Aktion" schliefen dann alle ein. Zusätzliches Highlight: Jasmins Schranktür, die nicht zu- sondern nur aufging. Dieses Phänomen führte sogar fast zum Nervenzusammenbruch von Luise... Ob sie wohl in dem Moment bereute, bei uns mitzuspielen????

Tag 2

Der Tag fing gleich mit einem Problem an: Aufstehen! Um 7:00 Uhr in den Ferien ist das gar nicht so einfach. Zum Glück schafften es alle, und so konnte die Begrüßung auch mit uns TuRanern starten. Wir spielten gegen SC Bechhofen. Schnell führten wir mit 2 zu 0. Jana konnte souverän gewinnen, und Annika rächte sich bei ihrer Gegnerin für die Niederlage bei der DEM 2009. Der Sieg wurde durch ein Remis von Luise und einen Sieg von Jasmin sicher gestellt. Inken gewann im Ersatzspielerinnen-Turnier, Anna-Lena verlor ärgerlich und mittags erfuhr der 50-jährige Eberhard von unserem "netten" Bericht vom ersten Tag. In der zweiten Runde spielten wir gegen Porta Westfalica. Auch dieser Gegner konnte solide, mit 4 zu 0, besiegt werden.

Abends - und auch sonst - wurde viel gelacht. U.a. wegen Jasmins Haarspülung, die Inken unabsichtlich runter schmiss, sodass sie hinter der Heizung landete. Zwar konnten Luise, Jana und Annika die Spülung aus ihrer Misslage befreien, doch der Deckel blieb stecken. Aus der Sicht von Jasmin war die Tube ohne diesen nicht mehr zu gebrauchen. So landete die frisch befreite Spülung im Müll.

Tag 3

Der dritte Tag fing gleich mit der Spitzenpartie an. Wir spielten gegen SC Ladja Roßdorf. Leider verlor Annika schnell nach zwei blöden Figuren-Einstellern. Zwar konnte Luise ein starkes Remis gegen ihre Gegnerin herausholen, und Jana konnte sogar gewinnen, aber Jasmin wurde von ihrer Gegnerin bezwungen. So verloren wir knapp. Mittags erfand Inken das "Schlüsselspiel" (keine weiteren Informationen...). Nachmittags drohte im Ersatzspielerinnen-Turnier die Begegnung Anna-Lena gegen Inken. Doch es kam nicht dazu. Stattdessen spielten beide gegen andere Gegner ;0). So blieb leider kein Punkt bei TuRa ... Im Hauptturnier spielten wir gegen BSG Chemie Leipzig. Erst war noch alles offen, denn Annika einigte sich mit ihrer Gegnerin auf Remis. Luise spielte stark und ließ ihrer Gegnerin bis zum Ende keine Chance. Jana errang auch ein Remis, Jasmin konnte jedoch nach langem Kampf keinen Punkt mehr holen. So holten wir ein nicht ganz erfreuliches Remis. Abends bekamen wir d! en 50-jährigen Eberhard mal wieder zu Gesicht, und Inken führte ihr "Schlüsselspiel" bei ihm fort. Außerdem stattete uns Alexander einen Besuch ab und wir analysierten die Partien. (Zum ersten mal in unserem Zimmer. Sonst immer im dritten Stock.)

Tag 4

Morgens versprach uns der noch immer 50-jährige Eberhard ein Eis, wenn wir den starken Gegner OSC Baden-Baden besiegen würden - und so geschah es auch, wir gewannen 3,5 zu 0,5 (nur Annika siegte nicht). In dieser Runde fand auch das lange erwartete Duell Anna-Lena gegen Inken statt. Nach einer spannenden Partie ging Anna-Lena als Siegerin vom Brett.

Mittags plante die gesamte Mannschaft einen Streich an Eberhard (50) . Mindestens 45 Minuten rechneten wir alle Varianten durch. Als wir dann starteten, machten uns jedoch Eberhards Hosentasche und der plötzlich nicht mehr fahrende Fahrstuhl einen Strich durch die Rechnung. Doch der nächste Streich war schon geplant... Aber erst mussten wir noch gegen Chemnitzer SC Aufbau`'95 gewinnen. Das gäbe nicht nur Punkte sondern auch ein Eis von Malte. Diese Runde war sehr spannend. Jana einigte sich mit ihrer Gegnerin schnell auf Remis. So war sie immer noch ungeschlagen. Annika holte danach den nächsten Punkt. Also reichte uns noch ein Punkt für einen Gesamtsieg. Beide Stellungen waren sicher remis. Zwar versuchten die Gegnerinnen noch alles - doch es blieb bei den beiden Remis. So gewannen wir 2,5 zu 1,5 und ein weiteres Eis. Ach ja, und damit auch den zweiten Tabellenplatz vor der letzten Runde ... Ladja Roßdorf war sicher Deutscher-Meister und bis! dahin ungeschlagen. Glückwunsch! :D

Abends versuchten wir den nächsten Streich, doch erstens ahnte Eberhard, der übrigens 50 ist, zuviel (Zitat Luise: "Vielleicht ist in unserem Zimmer eine Kamera installiert!") und zweitens bekam Inken einen plötzlichen Lachanfall. Dieser wiederholte sich im Laufe des Abends mehrmals. Außerdem spielte Inken gegen sich selber Schach und verlor ... Das hatte sie leider auch in der Runde getan. Anna-Lena spielte remis.

Tag 5

Mit Chancen auf Silber und einem so gut wie sicheren 3. Platz gingen wir in die letzte Runde. Ein Remis hätte für den 2. Platz gereicht.

Gut, dass wir am Tag davor darüber informiert wurden, dass die Runde um 8:30 Uhr startet, sonst wären wir wohl zu spät gekommen...

Doch um Punkt 8:25 Uhr saßen wir an unseren Brettern und konnten uns dem Kampf stellen.  Auch Inken und Anna-Lena saßen an ihren Brettern, doch leider wurde ihnen mitgeteilt, dass das Ersatzspielerinnen-Turnier doch nur 6 Runden hat. So hatten sie zwar nicht die Möglichkeit selbst zu spielen aber sie konnten dafür die Siege von Luise und Jana sehen, die uns die Silbermedaille sicherten. Jana besiegte dabei die Spielerin, die bis dahin 6 aus 6 Punkten hatte. So wurde sie aufgrund der besseren Wertung (keine Ahnung welche) beste Spielerin an Brett 4. Damit und mit einem hohen DWZ-Zuwachs belohnte sie sich für das starke Turnier. Luise wurde Zweitbeste an Brett 2! Die beiden anderen Partien waren also reine Formsache. Doch TuRa kämpfte und enterte (wie der höchstwahrscheinlich 50 Jahre alte Eberhard immer sagt ;D) weiter und bezwang das gegnerische Schiff von USG Chemnitz mit 3,5 zu 0,5. Annika gewann und Jasmin spielte Remis.

Doch dann folgte ein nicht so schöner Teil des Tages: ZIMMER AUFRÄUMEN!!

Doch auch diese Hürde meisterten wir mit Bravur. Apropos Meister...                                                 

Wir sind DEUTSCHER-VIZE-MEISTER!!!!!

Dafür bekamen wir viel Geld ( Kleingeld ) zu zählen und zu teilen. Insgesamt hatten wir 82,45 € von dem 50-jährigen Eberhard gekriegt. DANKE noch mal.

Eigentlich sollte die Siegerehrung um 13.30 Uhr stattfinden, doch da noch eine Partie (es ging um nichts) lief, konnte sie erst später anfangen. Zu der Aufräumaktion, die dabei stattfand, sagte Martina nur: "Das ist wie mit dem Besenwagen beim Marathon." Das lag daran, dass alle Bretter aufgeräumt wurden und die Helfer dabei immer näher an die Spielenden herankamen.

Einen Dank an das Vorstandsmitglied von TuRa Harksheide, das extra zum Ehren gekommen war. Wir hoffen, dass er gesehen hat, dass es sich lohnt, sich mit diesem Sport auseinanderzusetzen und die Schachabteilung weiter zu unterstützen. Außerdem haben wir aus unserer Sicht mehr mit Verstand als mit Glück den Vize-Titel erlangt! ;0)

Nach Fremdschämen, unserem Auftritt mit S-H Flagge und dem Ende der Siegerehrung räumten dann alle TuRaner und Eltern auf (wirklich alle). So kam es, dass wir nicht länger als fünf Minuten brauchten bis wir den Saal verließen. Wir als Mannschaft hatten beschlossen von dem Geld zu McDoof zu gehen und Malte (wie der bald 51-jährige Eberhard so schön schrieb: Lolliboy), Juliane, Alexander, Manni und den noch 50-jährigen Eberhard einzuladen. Ihnen hatten wir nämlich das schöne Erlebnis zu verdanken.

Eberhard ( ohne Altersangabe): ganz förmlich: Danke für die Organisation und dafür, dass wir überhaupt Schach spielen.

Alexander: Danke für die gute Partienanalyse ("prinzipiell" war das sehr gut :D) und das Betreuen von uns.

Manni: Danke für deine Treue beim Begleiten (auch wenn wir langsam alle in die Pubertät kommen) und das Besorgen von Nervennahrung.

Malte: Danke für die Lollis, die Braunschweig- und Chemnitz-Fan-Artikel, das immer offene Ohr und den Spaß mit dir.

Juliane: Danke dafür, dass auch eine weibliche Person als Ansprechpartner für uns da war und dafür, dass wir mit dir immer was zu lachen haben.

Trotzdem mussten wir erst dem wahrscheinlich immer noch 50-jährigen Eberhard helfen um los zu können (taten wir natürlich gerne).

Leider verließen uns Anna-Lena und Luise noch vor McDoof, weil sie noch einen weiten Weg vor sich hatten, und so war es dann "nur" der Norderstedt-Clan, der Essen fuhr.

Es war ein schöner Abschluss eines gelungenen Turniers und wir hoffen, dass alle gut ins neue Jahr gekommen sind.

Luise, Jasmin, Jana, Inken, Anna-Lena und Annika