Unser Mädchenteam in den Medien

Schach

TuRa Harksheide kehrt in die Bundesliga zurück

Frank Best

Foto: Thomas Maibom

Annika Evers, Inga Marx, Julia Antolak, Maria Gosciniak, Carina Brandt (hinten v. l.) und Inken Köhler (sitzend) spielen in der Saison 2018/2019 in der stärksten Frauenschach-Liga der Welt

Das junge Frauenteam hat als Meister der 2. Liga West zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte den Aufstieg ins Oberhaus geschafft.

Norderstedt.  Das Schachteam von TuRa Harksheide ist zum zweiten Mal in die höchste deutsche Frauenklasse aufgestiegen. Nach sieben Spieltagen der 2. Bundesliga West betrug der Vorsprung des Staffelmeisters auf den Tabellenzweiten Hamburger SK II fünf Mannschaftspunkte. Die junge Crew wird auf ihrem Weg zurück ins Oberhaus der Denksportlerinnen vom FC Bayern München und dem SC Rotation Pankow begleitet, die sich in den Staffeln Süd und Ost durchsetzten.

Es war zwar kein rauschender Durchmarsch zum Titelgewinn, letztendlich aber doch eine klare Angelegenheit. 2017 hatten die Harksheiderinnen nach einjähriger Zugehörigkeit und einer gehörigen Portion Pech die Bundesliga wieder verlassen müssen, aus dieser Negativerfahrung aber viel gelernt. "Wir haben die Duelle mit dem SV Wattenscheid, dem BS Paderborn und dem SC Steinfurt jeweils nur knapp mit 3,5:2,5 gewonnen", sagte Abteilungsleiter Eberhard Schabel, "sind dabei aber fast schon wie ein Erstligist aufgetreten. Viele Partien standen bis kurz vor dem Endspiel auf der Kippe. In der Zeitnotphase, in der man zwangsläufig unter Druck steht, hat sich dann unsere größere Routine bemerkbar gemacht. Da haben wir einige Male Fehler ausgenutzt und eiskalt zugeschlagen."

Die Bundesliga-Serie 2018/2019 beginnt zwar erst im Oktober – doch die Planungen für das Unternehmen Klassenenerhalt im zweiten Versuch sind bereits angelaufen. "Unser Kader ist breit aufgestellt. Um in der besten Liga der Welt bleiben zu können, müssen wir uns aber qualitativ verbessern und personell verstärken, im Optimalfall an den Brettern eins und zwei", sagt Schabel.

Erste Gespräche haben stattgefunden. Und sicher ist schon jetzt, dass im Aufgebot ein Platz frei wird, da Nanke Caliebe für ein Jahr nach Irland geht.

Dank der vorbildlichen Nachwuchsarbeit ist TuRa Harksheide in den vergangen Jahren eine der deutschen Top-Adressen im Mädchen- und Frauenschach geworden. Kein Wunder also, dass die Verantwortlichen bei allen die Bundesliga betreffenden Entscheidungen ihrem bewährten Konzept treu bleiben werden. "Wir zahlen kein Handgeld, und wir setzen auf junge Spielerinnen."

Der Etat für die kommende Saison dürfte etwa 10.000 Euro betragen. "Wir haben diesmal konkretere Vorstellungen als noch vor zwei Jahren", sagt Eberhard Schabel, "aber natürlich finanziert sich eine Serie im Oberhaus nicht von selbst."

Den Großteil der Kosten verursachen dabei die Auswärtsfahrten – höchstwahrscheinlich zusammen mit dem Reisepartner Hamburger SK – und die Übernachtungen. "Sicher werden uns bei dieser gesamten Problematik der Hauptverein und die Stadt Norderstedt helfen", so Schabel, "aber auch unsere Sparte muss sich darum bemühen, schachbegeisterte Sponsoren zu finden."

TuRa II unterliegt dem SV Holstein Quickborn

Die zweite Frauencrew von TuRa Harksheide unterlag in der Regional­liga dem SV Holstein Quickborn mit 0,5:3,5 und schließt die Punktrunde als Tabellenfünfter ab. Annika Evers erkämpfte am Spitzenbrett ein Remis gegen Anke Freter. Anna-Blume Giede, Anna-Lena Schramm und Vanesa Foos verloren ihre Partien gegen Britta Leib, Karina Off und Christine Reimers.


Die Zweitliga-Punktspielergebnisse in der Serie 2017/2018:
TuRa Harksheide – SV Wattenscheid 3,5:2,5; BS Paderborn – TuRa 2,5:3,5; Hamburger SK II – TuRa 2:4; TuRa – SV Heiden 4,5:1,5; SC Steinfurt – TuRa 2,5:3,5; Delmenhorster SK – TuRa 0,5:5,5; TuRa – SK Münster kampflos 6:0.


TuRa Damen auf dem Weg zurück in die FBL



TuRa Harksheides Schachteambenötigt in der 2. Bundesliganur noch zwei Punkte

Norderstedt.  Die Schachspielerinnen des TuRa Harksheide kommen ihrem Ziel, der Erstklassigkeit, immer näher. Am Heimspieltag der 2. Frauen-Bundesliga West in der Mensa des Coppernicus-Gymnasiums setzten sich die Harksheiderinnen zunächst gegen den SV Heiden und anschließend auch gegen den SC Steinfurt durch.

Dabei lief längst nicht alles glatt, denn Nathalie Wächter an Brett drei fiel krankheitsbedingt kurzfristig aus. "Leider fanden wir so schnell keinen Ersatz, denn viele unserer Spielerinnen sind momentan im Klausurenstress und hatten den Termin schon zum Lernen verplant", sagte Teamchef und Spartenleiter Eberhard Schabel.

Der Ausfall schwächte die TuRanerinnen allerdings nicht besonders, auch zu fünft waren die Gastgeberinnen nicht zu schlagen und setzten sich gegen Heiden locker mit 4,5:1,5 Punkten durch. Siegreich waren Julia Antolak, Maria Gosciniak, Inken Köhler und Jasmin Zimmermann, Carina Brandt spielte Remis. Das zweite Match gegen den hoch gehandelten SC Steinfurt verlief wesentlich enger. TuRa gewann – ebenfalls zu fünft – mit 3,5:2,5. Die Punkte holten Carina Brandt (Remis), Julia Antolak, Maria Gosciniak und Inga Marx, die damit im vierten Duell dieser Saison den vierten Sieg einfuhr und weiter eine Topquote von 100 Prozent aufweist.

TuRa Harksheide steht nun mit zehn Matchpunkten an der Tabellenspitze der 2. Bundesliga West. Das Finale um den Aufstieg wird am 17. und 18. Februar in Delmenhorst ausgetragen. Die Harksheiderinnen spielen gegen die auf Platz drei stehenden Gastgeberinnen (sieben Matchpunkte) sowie gegen Schlusslicht SK Münster und benötigen aus beiden Partien nur zwei Punkte, da der Delmenhorster SK am fünften Spieltag eine Niederlage kassierte und sich der Rückstand zu TuRa auf drei Zähler vergrößerte.

Die zweite Frauenmannschaft verlor in der Regionalliga gegen den Lübecker SV mit 1,5:2,5. Erfolgreich war indes die Jugendmannschaft, die ins Viertelfinale des schleswig-holsteinischen Jugendpokals einzog. Enno Striebeck, Taron Khachatryan, Philipp Guo und Michelle Chen gewannen mit 3:1 gegen den SV Bad Oldesloe.

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Norderstedt (meg) Die Schach-Frauenmannschaft von TuRa Harksheide ist auf dem besten Weg zurück in die 1. Bundesliga! Am 4. und 5. Spieltag der 2. Frauenbundesliga-West konnte TuRa in den eigenen Räumen in der Mensa des Coppernicus Gymnasiums zwei wichtige Siege einfahren und hat dadurch die Tabellenführung  übernommen. Erst hieß es gegen den SV Heiden (7.) 4,5 zu 1,5. Einen Tag später wurde der SC Steinfurt (5.) mit 3,5 zu 2,5 bezwungen. TuRa hat nun zehn Mannschaftspunkte auf dem Konto. Der Tabellenzweite BS Paderborn folgt mit sieben Zählern.
 „Bei noch zwei ausstehenden Spieltagen sollte uns denke ich ein Sieg zum Aufstieg reichen“, geht TuRa-Abteilungsleiter und Cheftrainer Eberhard Schabel fest von einem direkten Wiederaufstieg in die höchste deutsche Spielklasse aus. Dabei verlief die Saison in der 2. Bundesliga nicht immer rund für TuRa. Selten wurde eine Partie deutlich dominiert. Zu allem Überfluss musste Nathalie Wächter für die beiden letzten Heimspiele aufgrund einer Erkältung auch noch passen. „Und genau da liegt unser großes Problem. Wir finden einfach keinen Ersatz wenn jemand nicht kann oder ausfällt. Auch diesmal habe ich es versucht, aber viele Spielerinnen sind zu dieser mit Klausuren oder Staatsexamen beschäftigt und haben einfach keine Zeit für den Sport. Da haben Teams mit älteren Spielerinnen die schon mitten im Berufsleben stehen uns gegenüber natürlich einen Vorteil“, hält Schabel daher jetzt auch schon Ausschau nach möglichen Verstärkungen für die 1. Liga.
Wirtschaftlich sollte das Unternehmen Bundesliga mit einem Etat der zwischen 8000 und 10.000 Euro liegen wird zu schaffen sein. „Viele Sponsoren die uns das letzte Mal in der 1. Liga unterstützt haben werden dies auch bei einem erneuten Aufstieg machen. Das haben sie mir schon signalisiert. Natürlich müssen wir auch noch mit unseren Hauptverein TuRa Harksheide sprechen, ob sie uns auch wieder unterstützen werden. Sportlich wünsche ich mir schon noch ein oder zwei Verstärkungen für die vorderen Bretter. Sollten wir aufsteigen wollen wir uns diesmal auch in der Klasse halten“, gibt Schabel die Richtung vor. „In der 1. Liga geht es ganz anders zur Sache. Das sind Profis die viel souveräner und erfahrener sind. Da wird jeder Flüchtigkeitsfehler sofort bitter bestraft. Man kann als junge Spielerin dort sehr viel lernen“, hat Inga Marx schon vor zwei Jahren mit TuRa in der 1. Liga gespielt.
Bleiben werden auf jeden Fall die beiden polnischen Gastspielerinnen Julia Antolak und Marina Gosciniak: „Wir haben in Polen keine Frauenschachliga. Daher ist es für uns sehr wichtig hier in Deutschland viele Erfahrungen zu sammeln. Überhaupt ist der Schachsport dort nicht so populär. Das Team von TuRa ist sehr nett. Nach den Spielen gehen wir immer noch gemeinsam Essen. Das hat schon Tradition. Am Sonntag fahren wir mit unseren Eltern sechs Stunden wieder zurück in die Heimat. Am Montag beginnt dann die Arbeit“, seufzen beide gemeinsam. Meisterschaft und Aufstieg könnte TuRa am 17./18. Februar perfekt machen. Dann steigen die beiden letzten Spieltage in der 2. Frauenbundesliga.


Dritter Sieg für TuRa Harksheides Schach-Damencrew

Norderstedt. Für die Schachspielerinnen des TuRa Harksheide verläuft die aktuelle Saison in der 2. Frauen-Bundesliga West ganz nach Plan. Drei von sieben Duellen sind absolviert, das Team hat sich bis jetzt keine Blöße gegeben und alle Begegnungen gewonnen. Daran konnte auch der Nachbarverein Hamburger SK nichts ändern. Dessen zweite Crew empfing die TuRa-Damen im Schachzentrum in der Schellingstraße und unterlag mit 2:4.

Die zweite Harksheider Mannschaft (Regionalliga) war ebenfalls beim HSK zu Gast und unterlag ersatzgeschwächt dem dritten Team der Hansestädterinnen mit 0,5:3,5.

"Die Bedingungen in Hamburg waren sehr gut. Einige Spielerinnen haben sogar gefragt, ob wir unsere Partien nicht immer dort austragen können. Aber bei uns ist es ja auch sehr schön", so TuRa-Coach Eberhard Schabel, der wusste, dass die Zweitliga-Begegnung gegen den ähnlich stark aufgestellten HSK nicht einfach werden würde.

Carina Brandt, die Nummer drei der Mannschafts-Meldeliste, zog ihre Figuren diesmal an Brett eins und bekam es dort mit Frauen-Fide-Meisterin Stefanie Scognamiglio zu tun. Sie erreichte – wie auch Jasmin Zimmermann an Position sechs – ein Remis.

Noch besser agierten Annika Evers (Brett vier) und Inga Marx (Nummer fünf), die als eine von zwei Spielerinnen in der 2. Bundesliga West alle drei bisher gespielten Partien gewonnen hat. Sie machte auch mit Valeriya Kotyk kurzen Prozess und fuhr bereits nach zwei Stunden den ersten Zähler für TuRa ein.

Amina Sherif fand sich gegen Ellisev Reppen in einer Abwehrschlacht wieder und musste sich schließlich geschlagen geben. Den entscheidenden Sieg für die Gäste verbuchte My Linh Tran an Position drei gegen Silke Einacker und sorgte so für den Erfolg des Bundesliga-Absteigers.

TuRa liegt in der Tabelle mit sechs Mannschafts- und elf Brettpunkten hinter dem ebenfalls noch ungeschlagenen SK Delmenhorst (6/12,5) auf Rang zwei. "Wir müssen am letzten Spieltag gegen Delmenhorst antreten. Da können wir dann Platz eins klarmachen", so Eberhard Schabel selbstbewusst.

In der 2. Bundesliga West der Damen geht's am letzten Januar-Wochenende weiter. Dann empfängt TuRa den Tabellendritten SV Heiden und den
SC Steinfurt (6.).

Hamburger SK II – TuRa Harksheide 2:4. Stefanie Scognamiglio – Carina Brandt 0,5:0,5; Ellisev Reppen – Amina Sherif 1:0; Silke Einacker – My Linh Tran 0:1; Henrike Voß – Annika Evers 0:1; Valeriya Kotyk – Inga Marx 0:1; Eva Biebinger – Jasmin Zimmermann 0,5:0,5.

( pam )

Das Saisonziel heißt Wiederaufstieg in die Bundesliga

Von Anne Pamperin

Foto: Thomas Maibom

Annika Evers, Inga Marx, Julia Antolak, Maria Gosciniak, Carina Brandt (stehend v. l.) sowie Inken Köhler haben die ersten beiden Punktspiele der Saison 2017/2018 gewonnen

TuRa Harksheides Schach-Frauenmannschaft startet in der 2. Bundesliga West mit zwei 3,5:2,5-Erfolgen gegen Wattenscheid und Paderborn.

Norderstedt.  Wettkampf für Wettkampf krasser Außenseiter zu sein – das machte den Schachspielerinnen von TuRa Harksheide in der vergangenen Saison nichts aus. Im Gegenteil: Elf Runden lang saßen die Mädchen und Frauen des Vereins in der 1. Bundesliga ohne Erfolgsdruck an den Brettern, machten in der höchsten deutschen Klasse eine sehr gute Figur und hatten als Neuling sogar eine Chance auf den Klassenerhalt.

"Dass der nicht gelang, lag vor allem daran, dass wir unser Potenzial nicht voll ausgeschöpft haben. Dennoch hat uns das letzte Jahr viel gebracht. Wir sind davon überzeugt, dass uns die anderen Erstligaclubs nicht zum letzten Mal gesehen haben", sagte Abteilungsleiter Eberhard Schabel.

In der Serie 2017/2018 greifen die TuRanerinnen in der 2. Bundesliga wieder an – und müssen sich erst einmal an die ungewohnte Favoritenrolle gewöhnen. In der Staffel West sind sie das gejagte Team, eine nicht ganz einfache Situation.

Zum Auftakt gab es in den Räumen des Hamburger Schachklubs zwei knappe 3,5:2,5-Erfolge. Gegen die SV Wattenscheid siegten Inken Köhler, Inga Marx und Maria Gosciniak (kampflos), Jasmin Zimmermann spielte remis. Gegen den SK Blauer Springer Paderborn triumphierten Maria Gosciniak und Inga Marx. Julia Antolak, Inken Köhler sowie Annika Evers teilten sich mit ihren Gegnerinnen die Punkte.

"Das war ein etwas holpriger Start. Aber ich bin mir sicher, dass wir diese neue Situation im Verlauf der Saison annehmen werden. Wir wollen auf jeden Fall wieder zurück in die Bundesliga", sagte Eberhard Schabel, dessen Mannschaft sich im Vergleich zur letzten Serie personell leicht verändert hat.

Nicht mehr mit dabei sind Luise Diederichs, die zum Erstligisten SK Lehrte gewechselt ist, und Annika Pohlert, die eine Schachpause einlegt. TuRa angeschlossen haben sich dafür die 17 Jahre alte Julia Antolak und Maria Gosciniak (27). "Beide kommen aus Polen. Von uns wird die Unterkunft im Hotel Kampe mitfinanziert. Die Anfahrt sponsern die Eltern der Spielerinnen. Beide fühlen sich sehr wohl im Team. Sie sind aber keine Profis und bekommen kein Geld von uns", so Schabel.

Finanziell kann sich die Zweitliga-Crew eh keine großen Sprünge leisten. "Unsere Möglichkeiten sind überschaubar. Die Ausgaben müssen aus unserem Abteilungsetat und durch Zuwendungen der Wabfis-Schachschule finanziert werden. Weitere Unterstützung kommt von den Spielerinnen vom Hauptverein."

Dass TuRa Harksheide Schach auf allerhöchstem Niveau anbieten kann, immer wieder Talente hervorbringt, die an nationalen Titelkämpfen, Europa- und Weltmeisterschaften teilnehmen, liegt an der vorzüglichen Nachwuchsförderung. Und die wird nun sogar noch weiter ausgebaut: Nach der Vereinbarung der Norderstedter Sportvereine, künftig intensiver zusammenzuarbeiten, gibt es ein erweitertes Trainingsangebot.

Montags, mittwochs und freitags können Kinder ab sechs Jahre von 16.15 Uhr an in der Mensa der Grundschule Heidbergstraße Schach spielen. Mitmachen dürfen nicht nur TuRaner, sondern auch Mitglieder des 1. SC Norderstedt, Glashütter SV, SV Friedrichsgabe und vom Norderstedter SV. Detaillierte Informationen dazu gibt es bei den Geschäftsstellen der jeweiligen Vereine.

Wer mehr über Frauen- und Jugendschach bei TuRa Harksheide wissen möchte, wird auf der Internetseite der Abteilung fündig. Dort finden sich auch Fotos und Berichte von anderen Teams, unter anderem der Regionalliga-Frauenmannschaft. Die setzte sich am ersten Spieltag gegen die Schachfreunde Wilstermarsch mit 2,5:1,5 durch. Für TuRa gewannen Anna-Blume Giede und Anna-Lena Schramm, Vanessa Foos holte ein Remis.

www.tura-jugendschach.de

 


TuRa Harksheide startet ins Abenteuer Bundesliga

Berichte auf "Schach Ticker"

Berichte auf der FBL- Seite

Bericht beim HSK Teil 1

Fotoquelle NZ vom 21.10.2016        LINK zum ORIGINALTEXT

Das junge Frauenteam empfängt am Wochenende in der Mensa des Coppernicus-Gymnasiums den SK Schwäbisch Hall und die SF Deizisau.

Norderstedt.  Für TuRa Harksheides Schachabteilung beginnt an diesem Wochenende eine neue Ära. Das Frauenteam des größten Norderstedter Sportvereins hat den Sprung in die Bundesliga geschafft und startet am Sonnabend und Sonntag mit zwei Heimpartien in die Punktrunde.

Gespielt wird in der Mensa des Coppernicus-Gymnasiums. Gegner am Sonnabend (Beginn: 14 Uhr) ist der SK Schwäbisch Hall, dessen Team mit Teilnehmerinnen an Europameisterschaften und Weltschachturnieren gespickt ist. Sonntag empfängt TuRa um 9 Uhr die SF Deizisau. "Das sind starke Gegnerinnen. Unsere Chancen sind dadurch sehr übersichtlich. Für uns ist es aber schon ein großer Erfolg, überhaupt dabei zu sein", sagt TuRa-Spartenleiter Eberhard Schabel.

Das Besondere an der Crew des Aufsteigers ist der Altersdurchschnitt von gerade einmal 18 Jahren. Unter dem Motto "Alles kann Mädchenschach – auch 1. Frauen-Bundesliga" spielt der Underdog mit einem Youngsterteam in der höchsten deutschen Klasse.

Zur Vorbereitung haben die Harksheiderinnen im September ein Trainingslager absolviert. "Dabei ging es um das Wiederholen von typischen Stellungen in den Mittel- und- Endphasen einer Partie. Wir haben Spielzüge trainiert, die die Gegnerinnen überraschen sollen. Zudem wurde auf typische Fehlerquellen beim Aufbau hingewiesen. Das Material haben die Mädchen mit nach Hause genommen, um für die Wettkämpfe optimal gewappnet zu sein", so Schabel.

Die Vorfreude ist groß. "Ich kenne die anderen Spielerinnen nicht und lasse deshalb alles auf mich zukommen", sagt Inken Köhler, mit 15 Jahren das "Küken" bei TuRa Harksheide. Die Elftklässlerin ist an Position acht gemeldet. An welchem Brett sie am Sonnabend und Sonntag sitzen wird, ist aber noch geheim. So soll verhindert werden, dass sich die gegnerischen Clubs gezielt vorbereiten können.

Alle Partien werden live im Internet übertragen. Das Fotografieren ist nur in der ersten halben Stunde nach dem Beginn der Begegnungen erlaubt, anschließend dürfen die Spielerinnen nicht mehr in ihrer Konzentration gestört werden.

Der Veranstaltungsort ist für die Harksheiderinnen nicht neu, im "Copp" tragen die Denksportlerinnen regelmäßig Turniere aus. Neu sind unter anerem der technische Standard sowie die speziellen Bretter, die in der höchsten deutschen Schachklasse fest vorgeschrieben sind.

"Wir haben bei der Vorbereitung mit dem Hamburger Schachklub zusammengearbeitet, der ja schon seit vielen Jahren mit einem Team in der Frauen-Bundesliga vertreten ist", sagt Eberhard Schabel. Er hofft am Wochenende auf viele Zuschauer – darunter vielleicht auch den einen oder anderen Sponsor, denn die Saison kostet viel Geld, rund 12.000 Euro. Unterstützt wird die Mannschaft dabei hauptsächlich vom Hauptverein, von der Wabfis-Schachschule und von der Firma ASF Elektrotechnik.

Weitere Infos über das Frauenteam von TuRa Harksheide gibt's im Internet.

www.sh-weiblich.de


TuRa Harksheide macht Bundesliga-Aufstieg perfekt

Von Ulrich Stückler

Foto: Thomas Maibom

Inken Köhler, Carina Brandt, Nathalie Wächter, Luise Diederichs, Annika Polert und Emily Rosmait (v. l.) blieben in dieser Saison ungeschlagen

Das jüngste Damenteam der 2. Bundesliga Ost schafft mit Siegen über Allianz Leipzig sowie die SG Leipzig den Sprung ins Oberhaus.

Norderstedt.  Leistungsorientierte Schachspieler leben während ihrer Partien von einer minutiösen Vorbereitung, gepaart mit angemessenem Trainingsfleiß und Talent; aber auch eine gehörige Portion Erfahrung gehört zu diesem Gesamtpaket dazu. Letztere stellt sich logischerweise erst nach vielen Wettkämpfen ein. Also – sofern es sich nicht um eines der oft beschriebenen "Wunderkinder" ist – im mehr oder weniger fortgeschrittenen Erwachsenenalter. Unter diesem Aspekt ist der Überschwang von Eberhard Schabel, dem Schach-Abteilungsleiter des TuRa Harksheide, nur zu verständlich.

Nach den letzten beiden Antritten des TuRa-Frauenteams in der 2. Bundesliga Ost, die erneut zwei Siege und damit den Titel und Aufstieg in die Bundesliga brachten, kannte Schabels Freude über den bislang größten Erfolg in der Geschichte der Sparte keine Grenzen. "Allein diese Nachricht an sich ist schon der Hammer. Erstmals steigen wir im Erwachsenenbereich in die stärkste Frauenliga der Welt auf", sagte der Denksport-Enthusiast, der seit 2003 federführend besonders den jüngsten Nachwuchs in und um Norderstedt herum an das
königliche Spiel heranführt.

Diese Arbeit umfasst unter anderem das Anbieten und Leiten von Schul-AGs bis hin zum Entdecken und Fördern von Talenten. Wie erfolgreich dies gelingt, zeigt die Zusammensammenstellung seiner "Damenmannschaft". Denn das Sextett, das im Schachzentrum an der Hamburger Schellingstraße zuerst Bundesliga-Absteiger Allianz Leipzig mit 3,5:2,5 in die Schranken wies und tags darauf auch dem früheren Erstligisten SG Leipzig, mit 4:2 das Nachsehen gab, ist im Schnitt nur knapp halb so alt wie die Konkurrenz aus Sachsen, die zudem mit einer Groß- und sieben Fidemeisterinnen antrat.

"Wir haben dieses Kunststück nicht mit gestandenen Frauen, sondern mit Schülerinnen und Studentinnen im Alter zwischen 14 bis 21 Jahren erreicht", so Eberhard Schabel. "Diese kommen zudem allesamt aus dem Norden. Wir sehen uns in unserem Projekt bestätigt, mit jungen Spielerinnen aus der Region sehr früh in den Frauenligen anzutreten."

Die Harksheiderinnen hatten eigentlich nur vorne mitmischen und wie im Vorjahr um Platz zwei mitkämpfen wollen. Zumal der Blick auf die Spielstärkezahlen der einzelnen Akteurinnen am Finalwochenende ein klares Bild vermittelte. Elf von zwölf TuRanerinnen gingen mit einem schwächeren Rating als ihre jeweilige Gegnerin ans Brett – also eigentlich eine Mission Impossible. "Aber wir waren alle gut vorbereitet. Und ich glaube sogar, dass unsere Jugend unser Vorteil war", sagte Annika Polert, die an Brett vier spielt. "Wir Jüngeren trainieren viel, ältere Spielerinnen setzen schon mal nur auf ihre Erfahrung."

TuRa Harksheide – Allianz Leipzig 3,5:2,5.
Luise Diederichs (DWZ 1957) – Karina Szczepkowska-Horowska (2388) 0:1; Nathalie Wächter (1910) – Petra Schulz (2117) 1:0; Carina Brandt (1923) – Angelika Dziodzio (2080) 1:0; Annika Polert (1864) – Joanna Górecka (2073) 0,5:0,5; Emily Rosmait (1881) – Katrin Dämering (1941) 0:1; Inken Köhler (1835) – Heike Germann (1947) 1:0.
SG Leipzig – TuRa Harksheide 2:4. Sandra Ulms (2139) – Diederichs 0,5:0,5; Franziska Beltz (2016) – Wächter 0:1; Julia Haras (1784) – Brandt 1:0; Birgit Petri (1932) – Polert 0:1; Anet Gempe (1927) – Rosmait 0:1; Carmen Beltz (1846) – Köhler 0,5:0,5.
Tabelle: 1. TuRa Harksheide (13 Mannschaftspunkte/27,5 Brettpunkte), 2. Allianz Leipzig (10/29), 3. Rotation Pankow (9/25,5), 4. SG Leipzig (8/24), 5. Leipzig Lindenau (6/20), 6. SG Löberitz (6/15,5), 7. Hamburger SK II (2/13,5), 8. USV Potsdam (2/13).

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