Runde 2: TuRa Harksheide gegen SF Deizisau

SF Deizisau:TuRa Harksheide
1 WIM Naiditsch, Yuliya(2435)1:0(2112)WFM Endress, Anna 1
3 WGM Schleining, Zoya(2310)½:½(2003)Brandt, Carina 2
4 WGM Levushkina, Elena(2319)0:1(2028)WIM Sherif, Amina 3
5 Klek, Hanna Marie(2303)1:0(2000)Wächter, Nathalie 5
11 WIM Jelica, Mara(2118)1:0(1897)Rosmait, Emily 7
12 WIM Lauterbach, Ingrid(2053)1:0(1973)Köhler, Inken 8
Deizisau entkam ganz knapp den "Krallen" unserer Mädchengang ;)

Spiel 2 unserer Bundesligazeit und unsere Gegner waren die Frauen und jungen Damen der Schachfreunde Deizisau. Auch diesmal wurden die Partien LIVE übertragen und so konnten die ca 170 Interessierten sehen, dass unser Team dem ersten Punktgewinn gaaaanz nahe war.

Anstelle von Annika P. spielte heute Carina und sie war es auch, dienach ca 2,5 Stunden für eine erste Überraschung sorgte.  Gegen die jahrelange Nationalspielerin Deutschlands gelang ihr ein Remis in etwas besserer, aber auch unklaren Partiesituation. "Das war für mich die bisher die/der stärkste GegnerIn überhaupt." freute sich unsere Hamburgerin zurecht. Auf den anderen Brettern sah es unterschiedlich gut oder nicht so gut aus. Anna hatte viel Initative, dafür aber einen Bauern weniger. Amina stand schon sehr gut, Nathalie verlor im Mittelspiel einen Bauern und "rührte Beton" an, Emily hatte sich gut aufgebaut und drohte auf die Königsstellung und Inken spielte etwas ungenau, was ihr einen Doppelbauer in der Königsstellung einbrachte.

Nachspielen kann man die Partien hier

Leider verzettelte sich Emily und lief in eine taktische Falle. Nathalie spielte sehr geschickt gegen Hanna, investierte dafür jedoch auch viel an Zeit, die dann im entscheidenten Moment fehlte. Ein Blackout ihrer Gegnerin konnte sie so nicht zum wahrscheinlich möglichen Sieg nutzen. Allerdings auch wenn sie es ausgenutzt hätte, wäre da noch die Zeitnot bei noch 9 Spielzügen bis zur Zeitkontrolle geblieben und ich weiß nicht ....

Bei Anna entwickelte sich die Partie leider nicht in unserem Sinne und irgendwann ging halt nix mehr. Amina dagegen hatte mittlerweile eine "fette" Stellung gegen die WGM erspielt und brachte diese dann auch zu unserem ersten vollen Punkt. Blieb noch Inken, die ein Remis- Turmendspiel auf dem Brett hatte. So um den 60. Zug herum verlor sie leider die Linie und verlor.

Kein 0:6 und erneut eine mutige Vorstellung unseres Teams. Zudem waren wir, so möchte ich mal behaupten, ein perfekter Gastgeber für unsere Gäste.

Bericht im Heimatplatt vom 26.10.2016

Schachmädels starten ins Abenteuer Bundesliga!

26. Oktober

Sorgte für den ersten TuRa-Punkt in der Bundesliga: Amina Sherif. Foto: meg

Norderstedt (meg) Sie sind mit einem Altersdurchschnitt von 18 Jahren (die jüngste Spielerin ist 14) das mit Abstand jüngste Team der 1. Frauen-Bundesliga im Schach. Die Mädels von TuRa Harksheide. Im letzten Jahr gelang der Aufstieg aus der 2. Bundesliga in die Eliteklasse des deutschen Schachsports. „Unser Ziel kann nur der Klassenerhalt sein. Dafür müssen wir vier Mannschaften in der Tabelle hinter uns lassen. Das wird schwer genug, aber wir glauben an die Mädchen“, verrät Trainer Wolfgang Krüger, der die Harksheiderinnen gemeinsam mit Schach-Chef Eberhard Schabel während der elf Runden betreut. Gleich zum Auftakt der 1. Bundesliga war TuRa Gastgeber der ersten und zweiten Runde. Gespielt wurde in der Mensa des Coppernicus-Gymnasiums. Mit dem letztjährigen Vizemeister SK Schwäbisch Hall (Baden-Württemberg) und dem Topteam der Schachfreunde Deizisau (Baden-Württemberg) bekamen die Gastgeberinnen gleich zwei echte Brocken serviert.
Alles andere als zwei 0:6-Niederlagen wäre schon eine Überraschung“, gestand Krüger dann auch ein. Er sollte nicht Recht behalten. 0:6 hieß es nach dreieinhalb Stunden gegen Schwäbisch Hall. Annika Polert und Inken Köhler hatten sich an den Brettern vier und sechs zwar gute Partiestellungen erspielen können, aber je näher die Zeitkontrolle rückte, umso mehr zahlte sich die Erfahrung des Vizemeisters aus. Auch Emily Rosmait, Nathalie Wächter, Amina Sherif und Anna Endress mussten sich ihren Kontrahentinnen geschlagen geben. Am nächsten Morgen sollte die Freude dann aber groß werden. Carina Brandt sorgte mit ihrem Remis gegen Deizisaus Zoya Schleining für die ersten 0,5 TuRa-Punkte in der Bundesliga.
Amina Sherif gelang dann gegen Elena Levushkina sogar der erste volle Punkt für TuRa. Amina Sherif und Anna Endress sind ganz neu im TuRa-Team und kommen bei den Partien als Gastspielerinnen zu
m Einsatz. Sherif spielt seit 2013 für den ägyptischen Schachverband. Ihr Heimatverein ist die Schachgemeinschaft Solingen. Endress ist bei den Sportfreunden Heimersheim gemeldet und verfügt ebenfalls schon über jahrelange Bundesligaerfahrung.  Der Etat für die 1. Bundesliga liegt zwischen 12 000 und 15 000 Euro. Neben dem Hauptverein TuRa Harksheide und der Wabfis-Schachschule  hilft dabei vor allem der neue Sponsor „ASF Elektrotechnik“. „Unser Auftrag ist die Mädels bei Laune zu halten. Ich denke die Saison geht für uns erst mit dem 6. Spieltag am 25. und 26. März in Augsburg los. Da spielen wir gegen Bayern München und Augsburg. Beide Partien können wir gewinnen. Bis dahin werden wir wohl sieglos bleiben. Da gilt es die negativen Erlebnisse aus den Köpfen der Spielerinnen herauszubekommen“, berichtet Wolfgang Krüger. „In der 1. Bundesliga ist das Niveau noch eine Nummer größer. Viele Mannschaften haben ausländische Frauen für die Partien einfliegen lassen. Unsere Mädels werden aber kämpfen“, freut sich Eberhard Schabel  schon auf die 2. Runde am 21./22. Januar 2017 in Bad Königshofen.

Bericht in der Norderstedter Zeitung vom 25.10.2016

Bundesliga-Schachfrauen verlieren Auftaktspiele


Aufsteiger TuRa Harksheide zahlt zweimal Lehrgeld

Norderstedt. Zum Auftakt der Frauenschach-Bundesligasaison hat TuRa Harksheide am ersten Doppelspieltag zweimal den Kürzeren gezogen. In der Mensa des Coppernicus-Gymnasiums unterlag der Aufsteiger zunächst dem Deutschen Vizemeister SK Schwäbisch Hall mit 0:6. Einen Tag später gab's ein 1,5:4,5 gegen die SF Deizisau .

Den einzigen Sieg für TuRa holte Amina Sherif (Deutsche Wertungszahl 2053). Die 17 Jahre alte Ägypterin, die als Jugendliche für die SG Solingen startet, besitzt ein Gastspielrecht für den Frauenbereich.

In der vergangenen Saison saß sie für den Zweitligaclub SV Heiden am Brett, in dieser Serie hat sie sich den Harksheiderinnen angeschlossen. Die Internationale Meisterin setzte sich an Position drei gegen die stärker eingeschätzte Großmeisterin Elena Levushkina (DWZ 2311) durch.

Ein Remis erkämpfte an Brett zwei zudem Carina Brandt (DWZ 2003) gegen Ex-Nationalspielerin Zoya Schleining (DWZ 2310). "Das war für mich die bisher stärkste Gegnerin überhaupt in meiner Laufbahn", sagte die 22 Jahre alte Hamburgerin.

Abteilungsleiter Eberhard Schabel war trotz der beiden Niederlagen stolz auf sein Team, dessen Altersdurchschnitt gerade einmal 18 Jahre beträgt. "Wir haben mutig gespielt und immerhin nicht zweimal mit 0:6 verloren." Schabel freute sich dabei nicht nur über das beherzte Auftreten der jungen TuRanerinnen, sondern auch über die vielen Zuschauer, die die Partien der Heimmannschaft und auch des Hamburger SK (3,5:2,5 gegen SF Deizisau/2,5:3,5 gegen SK Schwäbisch Hall) interessiert verfolgten.

Der nächste Doppelspieltag der Frauenschach-Bundesliga findet am 21./22. Januar 2017 statt. TuRa Harksheide und der Hamburger SK treten dann in Bad Königshofen gegen den SC Bad Königshofen und gegen die Rodewischer Schachmiezen an.